Geschichte einer Bahncard-Kündigung
Vor etwas über einem Jahr habe ich eine Bahncard beantragt, die ich kostenlos zu einem Girokonto bekommen hatte. Da ich aber nicht so oft mit der Bahn fahre, hatte ich keine Lust für ein weiteres Jahr 53 Euro zu zahlen, habe also Anfang Februar eine fristgemäße Kündigung geschickt mit Vertragsende nach dem bezahlten (für mich kostenlosen) Jahr. Anfang März kam eine Kündigungsbestätigung, in der natürlich das Bedauern der Bahn ausgedrückt wird, aber meine Kündigung wunschgemäß durchgeführt werde. Damit dachte ich, sei die Sache gegessen.
Mitte April kam ein Brief der Bahn und ich fühlte schon von außen, dass sich – wie ich nach dem Auspacken auch feststellen musste – im Innern eine neue Bahncard befindet. Also ein neues Schreiben an die Bahn fertig gemacht und den Fehler geschildert. Außerdem die Auforderung, mir mitzuteilen, wie weiter vorzugehen ist (Bahncard zurücksenden, Bahncard vernichten, etc.). Eine Antwort hierauf kam nicht. Stattdessen erhielt ich Anfang Mai die Aufforderung, meine korrekte Bankverbindung mitzuteilen, da der Lastschrifteinzug in Höhe von 53 Euro fehlgeschlagen ist und die jetzt gerne von einem anderen Konto diesen Betrag zzgl. Rückbuchungsgebühren einziehen möchten (Anm.: die alte Bankverbindung ist zwischenzeitlich erloschen).
Ich habe jetzt ein langes Schreiben fertig gemacht, mit Kopien des Schriftverkehrs (Ich hatte mit 3 unterschiedlichen DB-Firmen zu tun), das ganze dann noch bezeugen lassen und ab per Einschreiben zur Bahn. Ich bin vor allem mal gespannt, ob die Forderungen zurückgenommen werden und man mir meine Auslagen erstattet.
Bahncard fristgerecht kündigen
Da inzwischen nicht wenige Besucher über Keywords wir „Bahncard“ und „Kündigung“ oder „kündigen“ auf diese Seite kommen, hier als Service eine kurze Information: Die Bahncard muss 6 Wochen vor Ablauf gekündigt werden, sonst verlängert sie sich um ein weiteres Jahr. Die Kündigung („Hiermit kündige ich meine BahnCard [NUMMER] zum [DATUM]. Ich bitte Sie, mir die Kündigung schriftlich zu bestätigen.“) geht dann raus an
Bahncard-Service
60643 Frankfurt/Main
Wer sehr knapp vor den 6 Wochen kündigt, sollte dies sicherheitshalber per Einschreiben (und nach meinen Erfahrungen auch Rückschein) tun. Wer die Faxnummer will, der bekommt sie auf Finblog.de. Auf dieser Seite habe ich auch gerade erst gelesen, dass ich offenbar nicht der einzige mit dem BahnCard-Problem bin:
Hallo, ich habe heute die neue Bahncard trotz fristgerechter Kündigung erhalten.
Ich vermute bei der Bahn ein System dahinter. Ich habe heute trotz Kündigung 3 Monate vor Ablauf der Bahncard wieder eine neue zugeschickt bekommen.
Ob da nun ein System dahinter steckt oder nicht, es ist für die Bahn höchst unseriös und absolut kundenunfreundlich.
Hallo, ich habe exakt die gleiche Erfahrung gemacht.
- Kündigung
- Kündigungsbestätigung
- Neue Bahncard
- Rechnung
- Zahlungserinnerung
- Mahnung (2 am gleichen Tag)
- Inkassodrohung
Habe auf alle Schreiben reagiert und auch den gesamten Schriftverkehr als Kopie geschickt. Das Spiel geht seit Dezember 2006 und scheint heute (21.juli 2007) noch nicht zu Ende zu sein.
Unglaublich. Hätte nicht gedacht dass es in einer Katastrophe endet die BahnCard zu kündigen.
Ich finde es einfach nur eine Unverschämtheit dass man auf der kompletten Bahn-Website keine nützlichen Faxnummern, E-Mail-Adressen usw. findet. Nicht mal in den AGB’s steht nützliches zum Thema Kündigung!!!
So ein miserabler Service für so einen großen Konzern.
Heute ist nun mein 5. Versuch die BahnCard zu kündigen. Wenn nun wieder keine Reaktion seitens der Bahn kommt ist meine Geduld endgültig am Ende.
Bestellen können die Kunden alles schnell und einfach. Aber kündigen kann man vergessen.
Alle schimpfen auf Firmen a lá Telekom. Aber die Bahn übertrifft wirklich alles.
Erkunden Sie doch mal spielerisch die zu erwartenden Folgen der Bahnprivatisierung mit BAHNOPOLY:
http://www.campact.de/bahn/opoly/start
Habe meine Kündigung sowohl an bahncard-service@bahn.de geschickt, also auch an info@bahncard-service.de – und keine Reaktion erhalten.
Unter der Gebührenhotline 01805/121998 hört man Minuten-lang nur Gedudel ohne daß man verbunden wird.
Die Bahn-Website zeigt einem außerdem nicht die günstigeren Regionalzüge an, wen man nicht extra die erweiterte Suche auswählt. In der FAZ ist schließlich noch ein Artikel darüber erschienen wie die Bahn mit fragwürdigen Mitteln versucht ihrer privaten Konkurrenz in Schleswig-Holstein das Leben schwer zu machen.
Selbst für ein staatliches Unternehmen ist das wirklich kaum zu unterbieten…
Gerade sprach ich mit einer netten Dame vom BahnCardService, die mir offenbarte, ich hätte schweren Betrug begangen.
Wie kam es dazu? Verärgert über in den vergangenen Jahren verpasste Kündigungsfristen und einen ICE Aufschlag von 30%, weil ich einen IC verpasst hatte, habe ich Mitte Oktober, nach Erhalt der neuen, ab Ende Oktober laufenden BC50 das Abonnenment gekündigt und in dem Schreiben auch verlauten lassen, dass ich das eigentlich schon früher hätte tun sollen.
Am ersten Gültigkeitstag der neuen Karte kam ein Schreiben der Bahn, ich möge ihr die Karte zusenden, _"damit wir Ihr Anliegen abschließend bearbeiten können."_
Das Geld für die Karte war aber schon abgebucht und so habe ich mich entschieden, sie lieber noch das eine Jahr zu behalten. Dass intern nach meinem Beschwerdeschreiben aus Kulanz doch schon gekündigt wurde, ging aus dem Schreiben nicht hervor. In dem Glauben, eine gültige BC zu besitzen, habe ich diese benutzt und auch problemlos Punkte sammeln können. Per Email hatte ich der BahnCard-Service mitgeteilt, dass ich die Karte gerne nach Ablauf der Gültigkeit zurücksenden würde.
Nun also der Anruf. Nach 90 Minuten war es der freundlichen Mitarbeiterin möglich festzustellen, dass mir das Geld kürzlich zurück überwiesen wurde. Ich werde also meine Karte zur Post bringen. Da ich für das kommende Jahr aber mit BC kalkuliert habe und leider auch auf die Bahn angewiesen bin, erhalte ich gleichzeitig eine neue Karte und die 106€ werden erneut eingezogen. Man wird sehen wie lange sich die Geschichte noch hinzieht.
Mein "Betrug" wird wohl nicht weiter verfolgt…
Grade per mail an Die Bahn gesandt
Ich kündige meine Bahn-Card, nun bereits das 4. Mal …ohne Antwort auf meine ersten 3 mails, die erste hab ich vor Monaten geschickt…Was wollt ihr Schwachköpfe? Nen schönen Artikel in einem der einschlägigen Klatschblätter? Ich höre ja, daß ich in guter Gesellschaft bin, die nächste mail geht an Euren Oberguru Mehdorn….schönen Tach noch!
danke für die warnung – werde mir das teil wohl besser nicht zulegen
ist bei mir das gleiche Problem. Nur wurde mir die BC50 nicht zugesandt, es kam gleich eine Zahlungsaufforderung, ohne dass ich eine BC besaß. Leider fehlen mir jetzt aber die Beweise für die Kündigung, da ich ein paar Monate nach Ablauf naiver Weise alles vernichtet hab.
Ich hab inzwischen wieder eine Bahncard über meinen Arbeitgeber. Ich wollte mich dann im Online-Bereich für Lastschrift anmelden, damit ich am Fahrkartenautomat auch bargeldlos zahlen kann. Meine Bankverbindung immer noch gesperrt, da ich ja damals Geld zurückgehen ließ (berechtigterweise).
@Mel: Ich hab ja eine Bahncard bekommen, und das obwohl ich sogar eine Kündigungsbestätigung hatte.
Hallo,
auch ich habe ein etwas größeres Problem. Ich habe im Oktober 07 (4 Monate vor Ablauf der Kündigungsfrist) meine BC gekündigt. Leider kam eine neue BC und ich bekam auch keine Kündigungsbestätigung. Ich dachte damals es sei so alles i.O. aber nun stecke ich fest.
Ich war im Kundencenter und dort habe ich mit einer Dame versucht mit sämtlichen Kopien die von mir an die Bahn gegangen sind den Fall zum guten zu wenden. Leider ohne Erfolg. Ich bekomme Mahnungen und auf Schreiben meinerseits wird nicht reagiert.
Gestern kam dann ein Schreiben das wie folgt lautet: Ihre Kündigung der BC für die aktuelle Folgekarte können wir leider nicht mehr anerkennen, da sie nicht fristgerecht 6 Wochen vor Gültigkeitsende der Karte vorlag.
Ich bin erschüttert, denn ich habe 4 Monate vorher gekündigt. Was kann man noch tun? Ich bin nicht gewillt diese Kosten zu tragen, denn der Fehler liegt wohl bei der DB vor.
Gruss
@Katha: Hast du die Kündigung per Einschreiben (oder zumindest per Fax mit Sendebestätigung) versendet, dass du irgendwie nachweisen kannst, dass du die Kündigung im Oktober 2007 abgeschickt hast? Ansonsten dürfte es schwer werden, der Bahn nachzuweisen, dass die Kündigung zugestellt wurde.
Es könnte ja sogar sein, dass die Kündigung als Brief auf dem Postweg verloren gegangen ist und somit bei der Bahn wirklich keine Kündigung eingegangen ist.
Genau da liegt das Problem. Habe ich einfach so mit der Firmen Post weg….. kein Einschreiben, kein Rückschein.
Ich weis das mir das ziemliche Probleme macht gerade und ich schon am Grübeln bin wie ich da raus komme
Zumal dachte ich das ja alles ok ist. Kenne das das manche Unternehmen keine Bestätigung schicken, habe damit auch erst wieder Erfahrung gemacht. Und eigentlich sei die DB ja ein "seriöses" Unternehmen aber wohl getäuscht.
Weis gerade nicht weiter.
@Katha: Da du keinen Nachweis hast, dass die Kündigung zugestellt wurde, heisst es für dich in den sauren Apfel beissen und die Bahncard ein weiteres Jahr bezahlen. Ich denke mal nicht, dass sich die Bahn da kulant zeigen wird.
Und für die Zukunft solltest du immer eine schriftliche Kündigungsbestätigung anfordern (falls noch genug Zeit ist) oder bei zeitkritischen Kündigungen Einschreiben (+Rückschein) wählen.
Bin geschockt, dass es so vielen so geht, dass die Bahn fristgerechte Kündigungen einfach ignoriert bzw. ist es schon seltsam, dass auf dem Weg nach Frankfurt so viel Post verloren geht!?!
Habe heute eine neue BahnCrad25 zugeschickt bekommen. Trotz fristgerechter Kündigung 10 Wochen vor Ablauf. Habe die Kündigung zwar ohne Rückschein versendet, bin aber trotzdem 100% sicher, dass die Kündigung bei der Bahn angekommen ist. Habe nämlich um eine Kündigungsbestätigung gebeten und dafür meine neue Anschrift angegeben. Und an diese Adresse haben sie mir stattdessen eine neue Karte geschickt. Und wo bitte haben die die Adresse her, wenn nicht durch mein Kündigungsschreiben!??! Wage zu bezweifeln, dass die Bahn das dänische Volksregister kontaktiert hat – bin nämlich innerhalb von Dänemark umgezogen…
Bin ich also nicht alleine.
Streite jetzt seit4 Monaten mit der Bahn über meine gekündigte Bahncard25, bzw. ich streite mit mir selbst denn Antworten auf Briefe und e-mails bekomme ich nicht. Denn e-mails der DB die zurück kommen tragen gar keinen Inhalt.
Doch das jetzt ein Inkasso Büro eingeschltet worden ist halte ich für eine Sauerrei. Stolze 95,10 soll ich jetzt zahlen, ich glaub mein Schwein pfeift, so nicht.
Werde nun das letzt mal an die Bahn schreiben und dann lasse ich es drauf ankommen
Selbe Leidensgeschichte, mehr brauche ich wohl nicht zu sagen, oder?
So kann man natürlicha uch Gelder für den Börsengang schön rechnen.
cu Micha
Guten Tag,
man muß sich gegen diese “Drückerbande” wehren. Keine Aufklärung
über ABO etc., aber alle Lügen nur die “Bahn” nicht.Für mich ist das
arroganter Abschaum der in die Schranken gewiesen gehört. Auch ich
habe seit 10/08 keine Antwort mehr auf 5 Mails erhalten und diese
“Servicenummern” dienen nur dazu den Leuten das Geld aus der Tasche zu
ziehen, aus Berufserfahrung probiere ich das gar nicht. Aber aufgeben
werde ich nie, nun teste ich es über die 030/351230008 , “Schaupen-
steiner” in Berlin, mal sehen. Ich bringe diese Angelegenheiten sicher
noch ins TV, versprochen.Merke: “Wer nichts ist und wer nichts kann
geht zu Post und Bundesbahn” Sorry, aber diese krasse Aroganz zwingen
mich zu dieser Aussage, auch von “Teamleitern” direkt an Bahnhöfen
R.Boxler Photograf und Kameramann
Auch ich habe fristgerecht gekündigt … antwort der Bahn, leider kann ihre Kündigung nicht akzeptiert werden, aber wir haben die Kündigung vorgemerkt, für das nächste Jahr … Ebenfalls mehrfach Emails geschrieben – keine Antwort – 2x per Post drum gebeten, das ich die Karte nicht mehr haben will, und das man mich nicht auf ein Abo drauf hingewiesen hat ! Keine Reaktion, nur eine Mahnung und dann ein Brief vom Inkasso-Büro … werde jetzt auch auf stur stellen … wird Zeit, das dieser Verein mal vor Gericht gezerrt wird … schlimmer als die Mafia !
@A.R.
Irgendwie bin ich etwas über deine Aussage verwirrt: Du schreibst auf der einen Seite, dass dich keiner auf ein Abo hingewiesen hat, sprichst aber trotzdem von einer fristgerechten Kündigung. Wieso kündigst du, wenn du doch offenbar nichts von der Verlängerung gewusst haben willst. Falls du der Bahn kein Einschreiben geschickt hast, hast du doch aber ein Datum im Brief genannt. Hier könnte man ja als Anscheinsbeweis dieses nehmen und schauen, ob das fristgerecht war.
Und in Sachen Vertragsverlängerung steht dazu in den AGB der Bahn (die du bei Vertragsabschluss mit Unterschrift oder Häkchen akzeptiert hast):
»Die Geltungsdauer der BahnCard 25/BahnCard 50 beträgt ein Jahr. Sie verlängert sich automatisch
um jeweils ein weiteres Jahr, sofern die BahnCard 25/BahnCard 50 nicht bis 6 Wochen
vor Kartenablauf schriftlich gegenüber dem BahnCard-Service gekündigt wird.«
@ Markus
Ich habe einen Brief mit der neuen Bahncard bekommen, daraufhin habe ich sofort gekündigt, d.h. innerhalb der 4 Wochen Frist, die angegeben wurde. Also Fristgerecht ! Ichhabe nich vorher gewußt, das es sich um ein ABO handelt, da man mir am Schalter gesagt hat, diese Karte ist nur ein Jahr gülti, nix von Abo … Ich habe am Schalter keine Papiere ausgehändigt bekommen. Nur eine “Vorläufige Bahncard” – die Plastikkarte habe ich paar Wochen später bekommen. Mehr nicht !
Ich bin auch darauf reingefallen und finde es eine Unverschämtheit, dass einem ein ABO untergejubelt wird. Mir hat man beim Erwerb der Bahncard auch nicht gesagt, dass es sich um ein automatisches ABO handelt!
Jetzt habe ich die neue Bahncard und die Info, dass ich hätte vor 6 Wochen kündigen müssen, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen.
Nun habe ich der Bahn geschrieben sie sollen meine außerordentliche Kündigung akzeptieren. Außerdem habe ich die Verkehrsschlichtungsstelle angeschrieben und nach Hilfe gefragt. Ich bin dermaßen verärgert, vorallem weil man im Sommer im Zug einen Wintermantel anziehen muss und die Klimanalagen einem Eisschrank konkurrenz machen!
S****Bahn! Ich werde nun warten, was die Bahn schreibt und sehen, wie die Schlichtungsstelle reagiert. Evtl. bliebe mir als letztere Möglichkeit über meine Rechtsschutz zu klagen.
Herr. D. Bohlen macht noch fröhlich Werbung für diese Abzocker!
Evtl. werd ich die Bahncard zurückschicken mit einem netten Einschreiben und Rückschein!!! Soetwas ist dermaßen kundenunfreundlich! Man müsste sich mal bei AKTE 09 melden und um Rat bitten! Das werd ich wohl gleich machen!
@ANN:
Ich denke mal nicht, dass es so einfach ist, damit Erfolg zu haben. Denn die Bahn hat deine Unterschrift. Deiner Unterschrift unter einem Absatz der sinngemäß lautet:
„Hiermit nehme ich zur Kenntnis dass der Vertrag auf Grundlage der AGB der Bahn und der Bedingungen für den Erwerb und die Nutzung von BahnCards zustande kommt.“
Bei der Onlinebestellung steht sogar relativ weit oben, dass es sich um ein Abo handelt, bin mir nicht sicher, ob das nicht auch inzwischen auf den gedruckten Bögen für den Auftrag steht.
Nichstdestotrotz, ANN, du hast einen Vertrag unterschrieben, der eine gewisse Laufzeit und gewisse Kündigungsfristen hat. Falls du die AGB zu dem Zeitpunkt nicht kanntest, bzw. der Mensch am Schalter sie dir nicht zeigen wollte o. ä. dann hättest du nicht unterschreiben dürfen, dass du diese Bedingungen annimmst.
Ich weiß auch nicht ganz, mit welcher Begründung du eine außerordentliche Kündigung rechtfertigst, nur wette ich, wird diese nur ein müdes lächeln bei der Bahn hervorrufen. Die Klimatisierung der Bahn hat irgendwie auch recht wenig mit der BahnCard zu tun, oder? Und ein Teufelskreis sehe ich in deinem Fall auch nicht.
Deine Situation ist sicher nicht die beste, das kann ich verstehen, auch dass man sich aufregt, wenn man was übersehen hat. Aber das macht die Bahn nicht direkt zu Abzockern … das ganze ist (leider) sehr häufige Praxis in Deutschland. Und ganz ehrlich: verglichen mit den Sternchentexten bei Handyverträgen ist die Deutsche Bahn da noch relativ harmlos
Was mich an den BahnCard-Kündigungen so ärgert, ist, dass da ein System dahinter steckt…
Klar, wer den Vertrag unterschrieben hat und die Kündigungsfrist versäumt, selber schuld…
Aber: Erstens wird, wie ich so oft in diversen Internetforen erfahren habe, beim Verkauf am Schalter oftmals nicht über das Abo informiert.
Und, was noch schlimmer ist: Zweitens scheint die Bahn ein Sortier-System für Kündigungen eingerichtet zu haben: Kündigung ohne Einschreiben -> Wird gleich weggeschmissen; Kündigung mit Einschreiben -> Wird “bedauernd” aktzeptiert. Und das grenzt für mich schon an das unseriöse…
Wie in meinem Fall: Habe im August 2008 vergessen, meine BahnCard zu kündigen, den Betrag zähneknirschend, aber mir meiner eigenen Schuld bewusst, sofrot überwiesen. Dann sofort Kündigung für 2009 verfasst und abgeschickt (das weiß ich, kann ich aber mangels Einschreiben nicht beweisen). Im August 2009 natürlich BahnCard im Postkasten gehabt, sofort mit dem Vermerk zurückgeschickt, es müsse sich um einen Irrtum handeln, prompt Rückantwort “können wir nicht aktzeptieren, da nicht fristgerecht gekündigt”.
Ist denn die Bahn zu einem so unseriösen Unternehmen verkommen, dass man nur noch per Einschreiben kommunizieren kann? Laut meinem Vater (Ex-Postbeamter) sind die Verluste bei der Post bei Nicht-Einschreiben irgendwo unter dem Promille-Breich (sagt man Promillionstel?) anzusiedeln…
Das ist es doch, was die meisten Kunden ärgert, hier scheint eine Absicht dahinterzustecken!!! Was wohl die wenigstens ärgert, ist, dass eine verpennte Kündigung zu einem weiteren BahnCard-Glück führt, das ist halt nunmal so.
Irgendwann müsste das mal groß in der Presse rauskommen, kennt denn niemand einen Redakteur bei ner großen Tageszeitung, sagen wir mal SZ?
Die neueste Abo-Falle im BahnCard-Vertrieb ist die “Probe BahnCard 25″. Siehe dazu
http://www.bahn.de/p/view/bahncard/ueberblick/probebahncard.shtml
Diese BC gilt zunächst 4 Monate und kostet nur 25 EUR. Daher kann sie sich schon bei einer einzelnen Fahrkarte lohnen. Wer am Schalter eine Einzelfahrkarte kaufen will, bei der die Probe-BC sofort ermäßigend wirkt, wird u. U. unverlangt darauf angesprochen, doch gleich diese Kombination zu erwerben.
Doch aufgepasst – auch hier verwendet die Bahn die übliche AGB, wonach die BC-Bestellung sich um ein Jahr verlängert, wenn sie nicht spätestens 6 Wochen vor Ablauf der Geltungsdauer – hier nur 4 Monate – gekündigt wird. Ich wurde bei einem Ticketkauf auf diese AGB nicht hingewiesen. Man ließ mich in der “Schaltersituation” mit weiteren Kunden im Rücken das Antragsformular für die vermeintlich nur 4 Monate geltende BC unterzeichnen. Zudem wurde mir kein Durchschlag des Antrags mit den AGB ausgehändigt, stattdessen aber ein Ausdruck im Bahn-Ticket-Format “Vorläufige BC 25″ mit dem Hinweis “Dieses vorläufige BC Dokument ist nicht verlängerbar”, was zusätzlich über die anderslautende AGB hinwegtäuscht.
Berechnet gerade nach Kündigungsfristablauf ging mir ein Schreiben der Bahn zu, womit die Verlängerung geltend gemacht wurde. Ich bin dagegen wie folgt vorgegangen und empfehle dasselbe jedem anderen Kunden, der an der erschlichenen Verlängerung nicht festgehalten werden will:
Mail an bahncardserice@bahn.de: Widerspruch gegen die Verlängerung gemäß der AGB. Rechtlich gesehen erscheint die AGB im Zusammenhang mit der beworbenen Befristung und insbesondere mit dem ausgehändigten vorläufigen Ausdruck “nicht verlängerbar” überraschend und wird daher nicht in den Bestell-Vertrag einbezogen (§ 305c BGB). Wer den BC-Antrag in der “Schaltersituation” unterschrieb, kann zudem einwenden, dass die AGB auch deshalb nicht Vertragsbestandteil wurde, weil er keine zumutbare Möglichkeit hatte, davon Kenntnis zu nehmen.
Wird die BC am Schalter und unverlangt – ohne eigene Nachfrage – angeboten, so kann darin zugleich ein Haustürgeschäft nach § 312 BGB gesehen werden, so dass hier zusätzlich ein Widerrufsrecht besteht und der Widerruf erklärt werden kann. Weiter kann die Bestellung dann auch wegen arglistiger Täuschung und hilfsweise wegen Irrtums angefochten werden (§§ 123, 119 BGB).
Dies sollte dem Vertrieb genügen, von weiteren Forderungen abzusehen. In meinem Fall liegt mir noch keine Reaktion vor. Sollte in meinem Fall an der Vertragsverlängerung festgehalten werden, so werde ich einer Strafanzeige gegen unbekannte Verantwortliche des Bahn-Konzerns für diese Vertriebspraxis näher treten, da diese Praxis zumindest unter den Umständen des unverlangten Anbietens der Probe BC am Schalter m. E. (versuchten) Betrug darstellt.
Anders kann es im Internet-Vertrieb liegen, wenn der Kunde dort direkt eine Probe BC bestellt und im Bestellprozess hinreichend deutlich auf die Verlängerungs-AGB hingewiesen wird. Dies habe ich noch nicht überprüft.
Wahnsinn, was sich die Bahn da leistet. Unglaublich, bin durch Zufall hier gelandet. Also lieber keine Bahncard. Gruss Martin
Hallo Zusammen,
hsbe auch Probleme mit der Kündigung der Bahncard. Hatte fristgerecht eine Kündigung ohne Einschreiben und Rückschein versendet. Die Bahn hatte diese selbstverständlich ignoriert und mein Abo verlängert. Da sich in meinem Fall der Preis der Bahncard von 110eur auf 115eur erhöht hat steht mir nach der AGB ein Sonderkündigungsrecht mit einer frist von 4Wochen zu. Ich habe sofort eine Außerordentliche Kündigung mit Verweiß auf die AGB und die Preierhöhung in Bezug auf die erhaltenen Rechnungen geschickt. Die neue Bahncard habe ich gleich mitgeschickt (diesmal Einschreiben/Rückschein). Die Bahn hat das auch mehr oder minder ignoriert und mir eine Ersatzkarte mit einer Zusätzlichen Forderung von 15eur geschickt… Daraufhin ein Schreiben der Bahn indem Sie behaupten der Preis der Bahncard habe sich für mich nicht erhöht das Sonderkündigungsrecht stehe nur Kunden zur Verfügung bei denen sich der Bahncardpreis erhöht hat. Daraufhin habe ich nun nochmal ein schreiben mit Kopie der Überweisung in Höhe von 110eur und der neuen Rechnung in Höhe von 115eur geschickt und mit Verbraucherschutz gedroht… Ich warte nun mal ab wie und ob die Bahn regaiert. Im Zweifelsfall lasse ich es auf einen Prozess ankommen. Eine Frechheit was sich die Bahn erlaubt. Ich werde auch nur noch fliegen oder mit dem Auto fahren und die Bahn nun boykuttieren. Falls jemand ähnliche Erfahrungen macht oder einen Tipp für mich hat kann er mir schreiben. Für eine Sammelklage bin ich auch immer zu haben.
Hallo Leute,
ich werde wohl demnächst vor Gericht treten müssen und suche genau diese Problemfälle.
habe genau das erlebt, das Ihr erlebt habt und jetzt sogar zu einem Mahnbescheid vom Gericht einen Widerspruch eingelegt.
wie es weitergeht werde ich wieder berichten, ansonsten könnt Ihr mich über diese Seite erreichen.
nerven behalten
Hallo,
meine Erfahrung:
In meinem letzten Jahr als Azubi hab ich von der Firma eine BahnCard 50 bezahlt bekommen, da der relativ niedrige Preis (um und bei 100 EUR) sich für eine bestimmte Dienstreise fast schon amortisierte. Besorgt habe ich sie damals selber.
Ein knappes Jahr später (wohl kurz NACH Ende der im Vertrag angegebenen Kündigungsfrist) bekam ich ein Schreiben der Bahn mit der Bitte um “Aktualisierung Ihrer Daten”, welches mich zum ersten Mal mit der Tatsache konfrontierte, dass es sich bei der BahnCard um eine Art Abo handelt und die nächste Bahncard mich mal eben sportliche 220 EUR kosten würde – schließlich war ich inzwischen nicht mehr Azubi, sondern ‘Vollzahler’ (diese Daten konnte die Bahn meinem Ausbildungsvertrag entnehmen, der als Ausbildungsnachweis diente). Ich habe daraufhin umgehend per Email geschrieben, dass ich mir nicht über den Abo-Charakter der BC bewusst gewesen sei und daher um sofortige Kündigung bitte. Keine Antwort.
Kurz darauf kam der Umschlag mit der neuen BC. Diesen schickte ich ungeöffnet (als Nachweis darüber, dass die BC ungenutzt ist) und per Einschreiben mit Kopie der Email sowie nochmaliger Erklärung zurück. Keine Antwort, keine Stellungnahme, keine Rechtfertigung.
Kurz darauf kam nochmals ein Umschlag mit BC. Es handelte sich um das Standardschreiben für “Ihre verlorene BahnCard”. Dies empfand ich als so unverschämt, dass ich beschloss, erstmal nichts zu unternehmen.
Auf die Mahnung der Bahn (immer noch ohne Erklärung oder irgendeine Art von Eingehen auf das Anliegen des Kundens) folgte dann recht bald das Schreiben des Inkassobüros. Der (wirklich) freundliche und verständnisvolle Mitarbeiter am Telefon riet mir, die ganze Geschichte nochmals schriftlich darzulegen und ihnen zu schicken, was ich auch tat, und zwar am 13.09.2009. Als Antwort bekam ich ein kurzes Schreiben des Inkassobüros, das sagte, dass man den Sachverhalt wieder zurück an die DB Vertrieb GmbH zur Prüfung gegeben habe.
Fast ein Dreivierteljahr später, Anfang Juni 2010 erreicht mich ein Schreiben des Inkassobüros, in dem steht, dass “laut Mitteilung der DB Vertriebs GmbH… …keine fristgerechte Kündigung” vorliege.
Die Forderung ist inzwischen auf 288,94 EUR angewachsen, da über den gesamten Zeitraum Zinsen berechnet werden, außerdem kommen noch ominöse “Ermittlungskosten” hinzu, da ich im betreffenden Zeitraum umgezogen bin.
Ich kann einfach nicht fassen, dass ein Unternehmen, welches teilweise durch unser aller Steuergelder finanziert wird, sein Geld mit Verschleierung und Abzocke verdient. Auf der anderen Seite war es natürlich mein Fehler, dies nicht von vornherein zu sehen und den Vertragstext nicht besser zu prüfen.
Dennoch stelle ich mir in meinem speziellen Fall zwei Fragen:
1) Kann ein solches Abo wirklich rechtmäßig sein, wenn man im ersten Jahr für ein Produkt 110 EUR bezahlt und im Folgejahr dazu verdonnert wird, das doppelte zu zahlen, da sich der Status (in meinem Fall: Azubi –> Vollzahler) verändert hat?
2) Wenn ein Vertragspartner sich auf mehrmalige Anfrage hin nicht rührt, anstattdessen die Forderung an ein Inkassobüro abtritt und die Beantwortung meiner Frage erst nach mittlerweile neun Monaten erfolgt, habe ICH dann die Zinsen für diesen Zeitraum zu bezahlen??
Es wäre schön, wenn jemand hierauf eine Antwort parat hätte.
Allen anderen wünsche ich viel Erfolg im Kampf gegen die Abzocke!
@Holger:
Zu deinen Fragen …
1) Ja, es ist rechtmäßig, weil du einen Vertrag unterschrieben hast, in dem drin steht, dass du zum einen die Bahncard bestellst und sich der Vertrag um jeweils ein weiteres Jahr verlängert, sofern du nicht kündigst. Es ist zwar nicht schön, wenn solche Klauseln ganz gerne mal versteckt werden, aber du hast unterschrieben. Und irgendwo, da bin ich mir ziemlich sicher, wird die Bahn auch etwas zu dem Vollpreis geschrieben haben, sobald die Vergünstig wegfällt.
2) Du hast (wenn auch aus Unkenntnis) einen Vertrag über eine Leistung abgeschlossen, nämlich eine Bahncard. Die Bahn hat ihren Teil der Vertrages erfüllt, nämlich dir die Bahncard zukommen lassen. Ab dann liegt es an dir deinen Teil der Vertrages zu erfüllen, nämlich das Geld innerhalb einer angemessenen Frist (meist 10 Werktage oder so) zu zahlen. Wenn du dem nicht nachkommst, kann die Bahn Verzugszinsen verlangen. Ob du jetzt Anfragen stellst oder nicht, aber du könntest ja in der Zeit auch schon die ganze Zeit die Bahncard nutzen. Und auch die Kosten, die zusätzlich Anfallen (also vom Inkasso-Büro) sind wohl rechtens.
Also alles in allem ist es für dich blöd gelaufen. Wenn du dir ganz sicher bist, dass du nichts in die Richtung unterschrieben hast, kannst du das weiter eskalieren lassen. Falls es aber wahrscheinlicher ist, dass du da doch was unterschrieben hast und einfach nicht gründlich genug alles Kleingedruckte gelesen hast, solltest du den Betrag jetzt endlich zahlen, denn sonst machen die noch ein Mahnverfahren beim Arbeitsgericht auf und das wird dann nochmal deutlich teurer.
Ach ja, und vergiss nicht, jetzt schriftlich zum nächsten Termin zu kündigen, am besten mit Einschreiben persönlich / Rückschein und der Bitte um Bestätigung.
(Dies ist keine Rechtsberatung!)